
Die Fotoserie „wahrnehmung“ untersucht Übergänge zwischen Sichtbarkeit und Auflösung, Schärfe und Unschärfe, analoger und digitaler Bildlichkeit. Fotografische Motive werden verdichtet, aufgelöst und neu strukturiert. Formen treten hervor und verschwinden wieder, Konturen verlieren ihre Eindeutigkeit, Körnungen und Bildstörungen werden selbst zu bildgebenden Elementen.
Im Zentrum steht die Frage nach dem Dazwischen: Was geschieht zwischen Innen und Außen, Erkennen und Erinnern, realem Bild und Traumbild? Analoge Körnung trifft auf digitale Pixelstruktur, Auflösungsprozesse auf erneute Schärfung. Das fotografische Bild wird dabei weniger als Abbild verstanden denn als beweglicher Wahrnehmungsraum.
Auch der Herstellungsprozess führt diese Auseinandersetzung weiter. Die Arbeiten entstehen aus dem Wechselspiel analoger und digitaler Verfahren und werden schließlich als großformatige Lambda-Fotoprints ausgegeben. Dabei werden digitale Bilddaten auf klassisches Fotopapier belichtet und anschließend chemisch entwickelt – das digital bearbeitete Bild kehrt am Ende in einen analogen fotografischen Prozess zurück.
So wird auch materiell sichtbar, worum es in „wahrnehmung“ geht: um Übergänge, Transformationen und die Frage, wo das eine endet und das andere beginnt.
Großformatige Lambda-Fotoprints, kaschiert
Editionen von je 7 Exemplaren
Weitere Informationen auf Anfrage.
COPYRIGHT by Anne-Louise Frei